Hochschullehre und Ausbildung
Die Umgebung vermittelt digitale Zwillinge und Brückenthemen in technischen Studiengängen und Ausbildungskontexten.
Eine ehemalige Eisenbahnbrücke wird als digitaler Zwilling in Virtual Reality erlebbar – für Hochschullehre, Forschung und Wissenschaftskommunikation.
Brücken sichern Materialtransport und Personenverkehr und gehören damit zur kritischen Infrastruktur. Die VR-Lernumgebung macht ein reales Brückenbauwerk für Lernende zugänglich, ohne dass sie sich vor Ort befinden müssen.
Als Ausgangspunkt dient eine ehemalige Eisenbahnbrücke bei Emmering. Sie wurde mit Laser-Scanning und Photogrammetrie digitalisiert, als 3D-Modell aufbereitet und in eine mit Unity entwickelte virtuelle Landschaft integriert.
Die Lernenden bewegen sich mit einer VR-Brille frei durch die Umgebung. An mehreren Plattformen werden Inhalte zur Brücke, ihrer Konstruktion und ihrem Umfeld über Videos und Visualisierungen vermittelt.
Warum ist das relevant?
Die VR-Umgebung entsteht in einem klaren Workflow, der reale Geometrie mit didaktischer Aufbereitung verbindet.
Gemeinsam mit dem Bauingenieurwesen wurde eine ehemalige Eisenbahnbrücke bei Emmering als reales Ausgangsobjekt gewählt.
Fotos und Laserscans mit dem FARO Focus S70 bilden Objektstruktur und Abmessungen der Brücke ab.
FARO Scene und RealityCapture erzeugen das Modell; im Postprocessing wird es bereinigt und für VR reduziert.
Das Modell wird in Unity integriert und mit Landschaft, Lernstationen, Videos und Visualisierungen ergänzt.
Die Umgebung verbindet freie Exploration mit klaren Lernstationen. Dadurch bleibt das Bauwerk räumlich erfahrbar, während Informationen gezielt vermittelt werden.
Die Lernenden starten auf einer Teleportationsplattform und bewegen sich anschließend frei über sieben weitere Plattformen durch die Umgebung.
Das durch Laser-Scanning und Photogrammetrie erzeugte 3D-Modell bildet die reale Brücke als zentrales Lernobjekt ab.
An den Plattformen werden Inhalte zur Brücke und ihrer Umgebung vermittelt. Dazu kommen Videobildschirme und Visualisierungen zum Einsatz.
Die Umgebung dient auch als Forschungsplattform für Cues, Scaffolds und weitere Formen der Lernunterstützung. In Phase 2 werden unter anderem kognitive Ergonomie und virtuelle Interaktionspartner untersucht.
Die vollständigen Lernumgebungen wurden in empirischen Studien mit bis zu 200 Teilnehmenden untersucht. Im Fokus standen Lernwirksamkeit, Akzeptanz, Usability und Zufriedenheit.
Untersucht wurde auch, wie authentisch virtuelle Umgebungen wahrgenommen werden und welchen Einfluss 3D-Modellierung beziehungsweise Photogrammetrie auf Interesse und Nutzungserleben haben.
Die Umgebung vermittelt digitale Zwillinge und Brückenthemen in technischen Studiengängen und Ausbildungskontexten.
Sie bildet die Basis für empirische Studien sowie Studienprojekte, Bachelor- und Masterarbeiten.
Die Lernumgebungen wurden bei öffentlichen Veranstaltungen, Schulbesuchen und Formaten der Bundeswehr eingesetzt.
Eine etwa halbstündige virtuelle Lernreise durch ein digitales Modell einer realen Eisenbahnbrücke.
Abläufe für Laserscanning, Photogrammetrie, Modellreduktion und Implementierung in VR.
Publizierte Erkenntnisse zu Usability, Zufriedenheit, Authentizität, Interesse und Lernunterstützung.
Text folgt
Die VR-Lernumgebung und die im Projekt entwickelten didaktischen und technischen Workflows sind an der Professur für Lernen und Lehren mit Medien der Universität der Bundeswehr München verankert.
Kontakt aufnehmen
Dr. Maximilian Fink, M.Sc.
VR-Lernumgebungen und empirische Forschung
Dr. Volker Eisenlauer
Lernen und Lehren mit Medien
Prof. Dr. Bernhard Ertl
Wissenschaftliche Leitung