Forschungsinfrastruktur · HPC & Data Science

Data Science & 
Computing Lab 

Die zentrale Rechen- und Datenplattform für physikbasierte Simulation, Machine Learning und hybride Digitale Zwillinge in RISK.twin.

12
zusätzliche CPU-Rechenknoten
624
zusätzliche CPU-Kerne
Kurz erklärt

Rechenleistung als Grundlage für hybride Digitale Zwillinge.

Das Data Science & Computing Lab ist keine einzelne Anwendung, sondern die technische und methodische Forschungsinfrastruktur hinter mehreren RISK.twin-Demonstratoren.

Hybride Digitale Zwillinge verbinden physikalisch basierte Modelle und Simulationen – etwa Finite-Elemente-Methoden – mit datenbasierten Verfahren wie Machine Learning. Dafür werden große Datenmengen verarbeitet, komplexe Modelle trainiert und rechenintensive Szenarien untersucht.

Das Lab stellt die dafür notwendige Hardwareplattform für High Performance Computing und High Performance Data Analytics bereit. Es unterstützt die Offline-Entwicklung der Modelle und schafft die Grundlage, um konkrete Fragestellungen aus Brückenbau, Hochbau sowie Wasser- und Energiesystemen zu bearbeiten.

Warum ist das relevant?

Komplexe Systeme brauchen leistungsfähige Modelle und Hardware.

  1. 01 · Simulation

    Physik präzise berechnen
    Hochaufgelöste numerische Modelle machen Strukturverhalten, Prozesse und Belastungsszenarien digital untersuchbar.
  2. 02 · Datenanalyse

    Große Datenmengen auswerten
    Sensor- und Versuchsdaten werden mit skalierbaren Verfahren verarbeitet und für datenbasierte Modelle nutzbar gemacht.
  3. 03 · Hybridisierung

    Daten und Physik verbinden
    Die Kombination beider Welten ermöglicht robustere Prognosemodelle und neue Ansätze für Monitoring und Predictive Maintenance.
Vom realen System zum hybriden Modell

Daten, Physik und Rechenleistung greifen ineinander.

Das Lab verbindet die Daten aus realen Bauwerken und Versuchsanlagen mit physikbasierten Modellen, skalierbaren Algorithmen und datenbasierten Verfahren.

1. Reale Daten

Sensorik und Versuche liefern Messdaten aus Brücken, Gebäuden und technischen Anlagen.

2. Physikalische Modelle

Numerische Simulationen beschreiben Mechanik, Prozesse und Systemverhalten auf Basis physikalischer Zusammenhänge.

3. Data Science & ML

Datenbasierte Methoden erkennen Muster, ergänzen Modelle und unterstützen Prognosen oder virtuelle Sensoren.

4. Hybrider Zwilling

Die verknüpften Modelle bilden die Grundlage für Monitoring, Systembewertung und vorausschauende Anwendungen.

Technische Infrastruktur

Was das Computing Lab für RISK.twin bereitstellt.

Die HPC-Hardwareplattform wurde zu Projektbeginn beschafft, im laufenden Projekt erweitert und steht den beteiligten Teilprojekten als gemeinsame Forschungsinfrastruktur zur Verfügung.

Zwölf zusätzliche Rechenknoten mit Intel-Xeon-Cascadelake-Prozessoren wurden in das bestehende System integriert und verdoppelten laut Factsheet die Rechenleistung des Clusters.
– 12 Rechenknoten 
– 2 × 26 Kerne je Knoten 
– 624 zusätzliche Kerne 
– AVX512
– Parallele Berechnungen

Die im Factsheet zunächst geplante Erweiterung mit Grafikprozessoren wurde laut Abschlussbericht inzwischen integriert. Sie unterstützt insbesondere das Training datenbasierter Modelle.

Die Plattform ist sowohl für rechenintensive physikalische Simulationen als auch für High Performance Data Analytics ausgelegt.

Das Computing Lab stellt Rechenleistung und Methoden nicht nur für einen Demonstrator bereit, sondern unterstützt mehrere RISK.twin-Teilprojekte und weitere Forschungsprojekte wie HPC.bw.

Methoden & Software

Von skalierbarer Simulation zu Physik-informiertem Lernen.

Physikbasierte Simulation

Parallele Finite-Elemente-Methoden

Eigenentwickelte Simulationssoftware ist auf parallele Kommunikation und Skalierbarkeit ausgelegt. Die im Projekt entwickelte Software für physikbasierte Simulation wurde als Open Source unter LGPL veröffentlicht.

Hybride Modelle

Physik-informierte neuronale Netze und probabilistische Verfahren

In der ersten Projektphase wurden Softwarewerkzeuge für Physik-informiertes maschinelles Lernen entwickelt. Weitere Arbeiten befassen sich mit datengetriebener Inferenz und virtuellen Sensoren zur Zustandsüberwachung.

Alleinstellungsmerkmale

Was die Forschungsinfrastruktur besonders macht.

01

Daten und Physik auf einer Plattform

Das Lab unterstützt sowohl klassische Simulation als auch datenbasierte Verfahren und ihre Verknüpfung.

02

Passgenau für Ingenieuranwendungen

Hardware, Algorithmen und Software sind auf rechenintensive Fragestellungen der kritischen Infrastruktur ausgerichtet.

03

Eine Infrastruktur für viele Demonstratoren

Das Computing Lab verbindet die Teilprojekte und schafft eine gemeinsame Basis für Modelle, Daten und Anwendungen.

Ergebnisse & Einblicke

Was aus dem Computing Lab entstanden ist.

CPU-/GPU-Hardwareplattform

Die projektweite HPC-Plattform wurde in Betrieb genommen und um Grafikprozessoren für datenbasierte Modelle erweitert.

Open-Source-Simulationssoftware

Die entwickelte Software für physikbasierte Simulation wurde unter einer LGPL-Lizenz veröffentlicht.

Methoden für hybride Modelle

Softwarepakete für Physik-informiertes maschinelles Lernen und Grundlagen für virtuelle Sensoren wurden entwickelt.

Downloads & Materialien

Zur Forschungsinfrastruktur weiterlesen.

Wissenschaftlicher Kontakt

Rechenleistung und Methoden bleiben verfügbar.

Das Data Science & Computing Lab und die im Projekt aufgebauten Kompetenzen sind an der Professur für Computergestützte Simulation der Universität der Bundeswehr München verankert.

 

Kontakt aufnehmen

Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Alexander Popp
Wissenschaftliche Leitung

PD Dr.-Ing. habil. Matthias Mayr
Data Science & Computing Lab

Wo die Recheninfrastruktur wirksam wird

Modelle und Daten aus anderen Forschungsumgebungen.