Zweistraßiger Vergleich
Versuche können direkt mit einer Referenzstraße verglichen und damit differenzierter bewertet werden.
Eine flexible zweistraßige Versuchsanlage für biologische Reinigung, Filtration und die Simulation des Reinigungsprozesses und Realisierung von Störfällen

Die (Ab-)Wasseraufbereitung ist zentral für Gesundheits-, Gewässer- und Ressourcenschutz. Gleichzeitig erhöhen Wassermangel, Überflutungen und weitere sich wandelnde Herausforderungen den Bedarf an resilienten Anlagen und Prozessen.
Im großtechnischen Betrieb können Grenzen bis hin zum Betriebsversagen nicht gezielt untersucht werden, da dies unmittelbare Auswirkungen auf Schutzgüter und Versorgung hätte. Die Versuchsanlage im Technikumsmaßstab schafft dafür eine kontrollierte Forschungsumgebung.
Ihr zweistraßiger und modularer Aufbau ermöglicht den Vergleich einer Versuchslinie mit einer Referenzlinie. Online-Sensoren und ein Prozessleitsystem liefern die Datenbasis, um Betriebszustände zu dokumentieren, realisierte Störfälle messtechnisch zu erfassen und den Aufbereitungsprozess des Abwassers abzubilden
Warum ist das relevant?
Die Versuchsanlage verbindet kontrollierte Experimente mit fortlaufender Online-Messtechnik. Durch den Vergleich von Versuchs- und Referenzstraße lassen sich Veränderungen differenziert bewerten.
Versuchsanlage zur Abbildung der Reinigung von kommunalem Abwasser.
Denitrifikation, Nitrifikation und Nachklärung bilden die biologische Aufbereitungsstufe. Sandfilter, Aktivkohlefilter und Ultrsafiltration ergänzen Stufen der weitergehenden Abwasserreinigung
Online-Sensoren dokumentieren relevante Prozessparameter. Messdaten werden dem Digitalen Zwilling über eine OPC-UA Schnittstelle in Echtzeit zur Verfügung gestellt.
Die generierten Daten werden als Grundlage für die Simulation zukünftiger Störfallszenarien überführt.
Installiert ist eine zweistraßige Versuchsanlage nach dem Belebtschlammverfahren mit nachgeschalteter Filtration. Die einzelnen Einheiten können separat betrieben und für unterschiedliche Versuche flexibel kombiniert werden.

Vorlagebehälter, Denitrifikation, Nitrifikation und Nachklärbecken bilden die biologische Behandlung.
– 300 Liter pro Tag
– Vorlagebehälter 40 L
– Denitrifikation 90 L
– Nitrifikation 128 L
– Nachklärung
Großtechnische Sensoren erfassen zentrale Prozessparameter und dokumentieren sie fortlaufend über ein Prozessleitsystem.
– Durchfluss
– Druck
– pH-Wert
– Temperatur
– Sauerstoff
– Ionenselektive Sonden
– Spektrometersonden
Behälter für Roh- und Reinwasser sowie Filtermaterial mit Sand oder Aktivkohle ergänzen die biologische Reinigungsstufe.
– 300 Liter pro Tag
– Sandfilter
– Aktivkohle
– Druckmessung
– Roh- und Reinwasser
Die zweistraßige Anlage besteht aus einer Versuchs- und einer Referenzlinie. Einzelne Einheiten lassen sich separat betreiben, während das Prozessleitsystem Betriebszustände und Messwerte zusammenführt.
– Versuchsstraße
– Referenzstraße
– Separat betreibbare Einheiten
– Kontinuierliche Dokumentation

Die dokumentierten Online-Messdaten werden in ein digitales Modell überführt und dienen dort als Grundlage für die Simulation zukünftiger Störfallszenarien.
Versuche können direkt mit einer Referenzstraße verglichen und damit differenzierter bewertet werden.
Einzelne Einheiten lassen sich separat betreiben und flexibel für unterschiedliche Experimente konfigurieren.
Störungen und Betriebsversagen können untersucht werden, ohne eine großtechnische Anlage zu gefährden.
Online erfasste Parameter aus biologischer Reinigung, Filtration und Anlagenbetrieb.
Daten aus Versuchs- und Referenzstraße für die Bewertung veränderter Betriebsbedingungen.
Erkennung von Störungen und Ableitung von Handlungsempfehlungen für einen stabilen Betrieb.
Die Versuchsanlage und die im Projekt aufgebauten Kompetenzen sind am Institut für Wasserwesen der Universität der Bundeswehr München verankert.
Institut für Wasserwesen
Universität der Bundeswehr München
Fachlicher Ansprechpartner
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