Versuchsanlage · Wasser- und Abwasseraufbereitung

(Ab-)Wasser­auf­bereitung im Technikumsmaßstab 

Eine flexible zweistraßige Versuchsanlage für biologische Reinigung, Filtration und die Simulation des Reinigungsprozesses und Realisierung von Störfällen

2 Straßen
Versuch und Referenz
300 l/Tag
je Reinigungsstufe
Kurz erklärt

Betriebsgrenzen untersuchen, ohne den realen Versorgungsbetrieb zu gefährden.

Die (Ab-)Wasseraufbereitung ist zentral für Gesundheits-, Gewässer- und Ressourcenschutz. Gleichzeitig erhöhen Wassermangel, Überflutungen und weitere sich wandelnde Herausforderungen den Bedarf an resilienten Anlagen und Prozessen.

Im großtechnischen Betrieb können Grenzen bis hin zum Betriebsversagen nicht gezielt untersucht werden, da dies unmittelbare Auswirkungen auf Schutzgüter und Versorgung hätte. Die Versuchsanlage im Technikumsmaßstab schafft dafür eine kontrollierte Forschungsumgebung.

Ihr zweistraßiger und modularer Aufbau ermöglicht den Vergleich einer Versuchslinie mit einer Referenzlinie. Online-Sensoren und ein Prozessleitsystem liefern die Datenbasis, um Betriebszustände zu dokumentieren, realisierte Störfälle messtechnisch zu erfassen und den Aufbereitungsprozess des Abwassers abzubilden

Warum ist das relevant?

Versorgung schützen. Resilienz unter kontrollierten Bedingungen erforschen.

  1. 01 · Schutz

    Gesundheit, Gewässer und Ressourcen
    Die sichere Aufbereitung von Wasser und Abwasser ist eine zentrale Grundlage für Umwelt- und Versorgungsschutz.
  2. 02 · Resilienz

    Neue Herausforderungen untersuchen
    Wassermangel, Überflutungen und veränderte Betriebsbedingungen machen anpassungsfähige Anlagenkonzepte immer wichtiger.
  3. 03 · Sicherheit

    Betriebsgrenzen ohne reale Folgen testen
    Im Technikumsmaßstab lassen sich Störungen und Betriebsversagen untersuchen, ohne großtechnische Anlagen oder Schutzgüter zu gefährden.
Vom Experiment zum digitalen Modell

Vergleichen, messen und Störfälle simulieren.

Die Versuchsanlage verbindet kontrollierte Experimente mit fortlaufender Online-Messtechnik. Durch den Vergleich von Versuchs- und Referenzstraße lassen sich Veränderungen differenziert bewerten.

1. Versuchsanlage

Versuchsanlage zur Abbildung der Reinigung von kommunalem Abwasser.

2. Abwasser­aufbreitung

Denitrifikation, Nitrifikation und Nachklärung bilden die biologische Aufbereitungsstufe. Sandfilter, Aktivkohlefilter und Ultrsafiltration ergänzen Stufen der weitergehenden Abwasserreinigung

3. Messung

Online-Sensoren dokumentieren relevante Prozessparameter. Messdaten werden dem Digitalen Zwilling über eine OPC-UA Schnittstelle in Echtzeit zur Verfügung gestellt. 

4. Digitales Modell

Die generierten Daten werden als Grundlage für die Simulation zukünftiger Störfallszenarien überführt.

Technische Ausstattung

Was in der Versuchsanlage betrieben und gemessen wird.

Installiert ist eine zweistraßige Versuchsanlage nach dem Belebtschlammverfahren mit nachgeschalteter Filtration. Die einzelnen Einheiten können separat betrieben und für unterschiedliche Versuche flexibel kombiniert werden.

Vorlagebehälter, Denitrifikation, Nitrifikation und Nachklärbecken bilden die biologische Behandlung.
– 300 Liter pro Tag 
– Vorlagebehälter 40 L 
– Denitrifikation 90 L 
– Nitrifikation 128 L 
– Nachklärung

Großtechnische Sensoren erfassen zentrale Prozessparameter und dokumentieren sie fortlaufend über ein Prozessleitsystem.
– Durchfluss 
– Druck 
– pH-Wert 
– Temperatur 
– Sauerstoff 
– Ionenselektive Sonden 
– Spektrometersonden

Behälter für Roh- und Reinwasser sowie Filtermaterial mit Sand oder Aktivkohle ergänzen die biologische Reinigungsstufe.
– 300 Liter pro Tag 
– Sandfilter 
– Aktivkohle
– Druckmessung 
– Roh- und Reinwasser

Die zweistraßige Anlage besteht aus einer Versuchs- und einer Referenzlinie. Einzelne Einheiten lassen sich separat betreiben, während das Prozessleitsystem Betriebszustände und Messwerte zusammenführt.
– Versuchsstraße 
– Referenzstraße 
– Separat betreibbare Einheiten 
– Kontinuierliche Dokumentation

Daten und digitale Modelle

Aus Prozessdaten werden Grundlagen für zukünftige Störfallszenarien.

Experimentelle Datenbasis

Versuchs- und Referenzstraße im direkten Vergleich

Der zweistraßige Aufbau erlaubt es, veränderte Betriebsbedingungen an einer Linie zu untersuchen und die Ergebnisse mit der Referenzlinie abzugleichen.

Digitales Modell

Messwerte werden für Simulationen nutzbar

Die dokumentierten Online-Messdaten werden in ein digitales Modell überführt und dienen dort als Grundlage für die Simulation zukünftiger Störfallszenarien.

Alleinstellungsmerkmale

Was die Versuchsanlage besonders macht.

01

Zweistraßiger Vergleich

Versuche können direkt mit einer Referenzstraße verglichen und damit differenzierter bewertet werden.

02

Modularer Aufbau

Einzelne Einheiten lassen sich separat betreiben und flexibel für unterschiedliche Experimente konfigurieren.

03

Versuche bis zur Betriebsgrenze

Störungen und Betriebsversagen können untersucht werden, ohne eine großtechnische Anlage zu gefährden.

Ergebnisse & Einblicke

Was aus der Versuchsanlage entsteht.

Kontinuierliche Prozessdaten

Online erfasste Parameter aus biologischer Reinigung, Filtration und Anlagenbetrieb.

Vergleichbare Versuchsergebnisse

Daten aus Versuchs- und Referenzstraße für die Bewertung veränderter Betriebsbedingungen.

Grundlage für Störfallsimulationen

Erkennung von Störungen und Ableitung von Handlungsempfehlungen für einen stabilen Betrieb.

Downloads & Materialien

Zur Versuchsanlage weiterlesen.

Wissenschaftlicher Kontakt

Kompetenz bleibt ansprechbar.

Die Versuchsanlage und die im Projekt aufgebauten Kompetenzen sind am Institut für Wasserwesen der Universität der Bundeswehr München verankert.

 

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Zuständiger Bereich

Institut für Wasserwesen
Universität der Bundeswehr München

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